25.05.21

Mesnerteam

Ehrung für ehrenamtliche Mesnerinnen und Mesner in Aichwald-Krummhardt.

Helmut Jetter, Beate Stilz, Heidi Raab, Ulrich Stilz, Renate Jetter und Pfarrer Konrad Mohl (v.l.) vor dem Krummhardter Kirchle

Die kleine evangelische Kirche im Aichwalder Ortsteil Krummhardt – von den Einwohnern liebevoll „Kirchle“ genannt - wird seit 25 Jahren von einem Team ehrenamtlicher Mesnerinnen und Mesner betreut. Sie läuten die Glocken, entzünden die Kerzen auf dem Altar, sorgen dafür, dass die Kirche mit Blumen geschmückt ist, kümmern sich um Licht, Heizung und Mikrofone und reinigen das Gebäude. Als das Kirchle aus dem späten 15. Jahrhundert vor einiger Zeit renoviert wurde, haben sie zudem die Baustelle betreut.

Für dieses große und langjährige Engagement hat Pfarrer Konrad Mohl im Gottesdienst am Pfingstsonntag jetzt das Team im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde Aichwald geehrt. Für Renate Jetter, Heidi Raab sowie Ulrich und Beate Stilz gab es einen Gutschein für ein Essen im Restaurant und eine Flasche Kirchenwein. „Nichts ist so dauerhaft wie ein Provisorium“ – dies habe sich auch beim Krummhardter Mesnerteam bewahrheitet, sagt Mohl.

Als 1996 die damalige Mesnerin Erika Bäder altersbedingt ihren Dienst beenden musste, suchten die Krummhardter zunächst erfolglos eine geeignete Person für ihre Nachfolge. So erklärten sich die Krummhardter Gemeinderätinnen und -räte Gertrud Agner, Traugott Fetzer und Renate Jetter bereit, diese Aufgabe übergangsweise ehrenamtlich zu übernehmen. Renate Jetter hat seither federführend die Verantwortung für das Team. Kurze Zeit später kamen weitere Ehrenamtliche dazu, eine der ersten war Heidi Raab. Und es blieb beim ehrenamtlichen Dienst. Dieser funktioniert gut: Schied jemand aus dem Team aus, fanden sich immer Nachfolger. „Aus der Übergangslösung wurde ein mittlerweile 25 Jahre währendes Erfolgsmodell“, freut sich Mohl. „Die Krummhardter setzen sich sehr für ihr Kirchle ein. Ihnen ist wichtig, dass es ein Gemeindeleben gibt.“ In der kleinsten Aichwalder Kirche mit gut 100 Sitzplätzen wird in der Regel zweimal im Monat Gottesdienst gefeiert. Vor allem während der Corona-Pandemie springen oft auch Kirchengemeinderäte zur Unterstützung der Mesner ein.

Das Kirchle ist täglich geöffnet. Gern schauen Wanderer und Pilger herein, halten inne und bestaunen das Gotteshaus. Davon zeugen immer wieder bewegende Einträge im ausliegenden Gästebuch.